Verkaufsautomaten erleben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Ganz neu ist diese Entwicklung aber nicht, nach einer zwischenzeitlichen Flaute belebt sich damit ein schon viel früher genutzter Verkaufsweg. Wer erinnert sich nicht die heute meist verschwundenen Groschengräber wie den Kaugummiautomaten oder an den Eierautomaten beim Bauern.
Das hier gezeigte Exemplar dürfte aus den 1950er oder 60er Jahren stammen, als es auch in kleineren Orten noch eine Nahversorgung mit Bäcker, Kaufmannsladen, Metzger usw. gab. Die Öffnungszeiten waren deutlich knapper als heute üblich und manche Waren fehlten einem immer dann, wenn das Geschäft gerade geschlossen hatte.
Die Zielgruppe des Automaten war in der Damenwelt zu suchen. Strümpfe meint hierbei nicht die heutigen Socken sondern Strumpfhosen bzw. beinlange Strümpfe. Laufmaschen waren ein absolutes no go, wenn man am Wochenende Tanzen ging und der Automat hat sicher aus mancher Notlage gerettet. Strumpfhosen waren damals kein günstiges Vergnügen und am Automaten waren 3 DM fällig, einschl. Inflation wären das heute etwa 8,20 €. In den 50er Jahren befand sich in dem angrenzenden Haus der Lebensmittelladen von Josef Zimmermann, der Geschäftsraum ist aber längst einer Wohnung gewichen.
Vielen Dank an Bianca G. für das schöne Foto! Fotografiert im August 2024.
Quellen:
Adressbuch Kreis Ahrweiler, Kaufkraftäquivalente der Deutschen Bundesbank.

Die Neonreklame von Küpper Schuhe leuchtet schon lange nicht mehr und erinnert an das ehemalige Schuhgeschäft Küpper in Düsseldorf-Rath. Es befand sich unmittelbar am dortigen (S-)Bahnhof und hatte wohl nichts mit gleichnamigen Läden in Düsseldorf zu tun, wie z.B. dem orthopädischen Schuhgeschäft Küpper (1899-2015) in der Stadtmitte.